Neue Rezensionen


Die Frau in Gold
Der packende Film schildert eine wahre Begebenheit, nämlich den Verlauf der ersten erfolgreichen Restitutionsklage: Es geht in solchen Verfahren um die Rückgabe von Nazibeutekunst an die rechtmäßigen jüdischen Eigentümer.
Nachdem die Nationalsozialisten 1938 in Wien einmarschiert sind, herrschen Angst und Schrecken unter den Juden. Sie werden systematisch enteignet, so etwa die Familie Bloch-Bauer, der man ihre berühmte Kunstsammlung raubt. Darunter befindet sich auch das Jugendstil-Porträt der Tante Adele (Antje Traue) von dem berühmten österreichischen Maler Gustav Klimt (Moritz Bleibtreu). 50 Jahre später möchte Blochs Tochter Maria Altmann (Helen Mirren), eine inzwischen betagte Dame, die damals durch ihre Emigration nach Amerika als Einzige dem Holocaust entkam, das Bild "Goldene Adele", das ihr rechtmäßig gehört, wiederbekommen.
Von Manfred Lauffs.


Aktuelle Filme


Love & FriendshipLove & Friendship
Ende des 18. Jahrhunderts spielt diese Geschichte, in der es um die Unbarmherzigkeit einer von Geldgier getriebenen Frau geht, der alle Mittel recht sind, um die finanzielle Sicherheit eines prunkvollen Lebens zu ergattern. Die attraktive und männerverschleißende Witwe Lady Susan Vernon versucht ihre Tochter Frederica gewaltsam mit einem einfältigen Reichen zu verkuppeln, doch ihre Tochter will einfach nicht nach der Pfeife der Mutter tanzen. Untypisch für die sonstige Leichtigkeit in Jane Austens Romanen ist diese kaltherzige Erzählung, die einen bitteren Geschmack hinterlässt. Dennoch lässt eben diese Geschichte die Realität der Zeit erkennen, in der unverheiratete Mädchen mit aller Macht um die Freiheit ihrer Gefühle kämpfen mussten - einen Luxus, den sich manche - aus Angst vor Mittellosigkeit - einfach nicht leisten durfte.
Von Hilde Ottschofski.
deutscher Kinostart: 29. Dezember 2016
Foto: 2016 Blinder Films Chic Films Revolver Amsterdam Arte France Cinema


KaterKater
Wie viel Glück verträgt ein gemeinsames Leben? Diese Frage mag merkwürdig anmuten - ist doch der Zustand, in dem Stefan und Andreas ihre Tage verbringen, einer, nach dem sich jeder sehnt. Der Hornspieler und der Disponent beim Orchester lieben einander, ihren getigerten Kater Moses und die Musik. Gemeinsam pflücken sie Kräuter in ihrem üppigen Garten, bekochen Freunde, liegen auf der Couch und philosophieren über Mahlers sechste Sinfonie. "Die würd ich so gern mal spielen", bekundet Stefan. "Die ist groß", pflichtet Andreas ihm bei. Stefan zweifelt an sich, Andreas tröstet ihn: "In zwei Jahren." - "In zwei Jahren? Meinst?" fragt Stefan hoffnungsvoll. Die Nähe und Zuneigung zueinander ist tief empfunden. Doch eines Tages bricht jäh die Gewalt in dieses bukolische Dasein ein: Sie kommt nicht von außen, sondern von Stefan. Händl Klaus porträtiert in seinem zweiten Film meisterhaft eine große Liebe, die von der Ungewissheit immer fester und unerbittlicher umschlossen wird.
Von Jasmin Drescher.
Ein Film der Sektion Panorama Special der 66. Berlinale 2016
Foto: coop 99 filmproduktion


Jeder stirbt für sich allein (2016)Jeder stirbt für sich allein (2016)
Regisseur Vincent Perez erzählt in seinem Historiendrama eine wohlbekannte Geschichte, die bis heute so manche Anhänger findet. Es ist nicht die von Hans Falladas zugrundeliegendem Roman "Jeder stirbt für sich allein", sondern das Lügenmärchen, das die Filmadaption daraus strickt: vom stillen Widerstand der Deutschen gegen Hitler und den Nazis als bemitleidenswerten Gutgläubigen, die hinters Licht geführt wurden.
Die Opfer in der abgeschmackten Literaturverfilmung sind nicht die jüdische Nachbarin Frau Rosenthal, die sich im Handlungsjahr 1940 im Dachgeschoss einer Berliner Wohnung versteckt hält und sich schließlich aus dem Fenster stürzt. Nicht Herr Rosenthal, der abgeholt wurde und nicht die jüdischen Mitbürger, die enteignet, terrorisiert und ermordet wurden und werden. Die Opfer sind andere...
Es wundert nicht, dass Falladas Roman nach dem Erscheinen 1946 hierzulande zum Bestseller wurde. Für all die Mitläufer und Parteigänger ist er die perfekte Apologie. Es gibt keine guten Nazis. Höchstens im Kino.
Von Lida Bach.
Ein Wettbewerbsfilm der 66. Berlinale 2016
Foto: Marcel Hartmann, X-FIlme Creative Pool


Die Reise mit VaterDie Reise mit Vater
Aus der Realität ihrer Familiengeschichte heraus erzählt die Regisseurin und Drehbuchautorin Anca Miruna Lazarescu über turbulente Zeiten, die ihr Vater als junger Mann durchmachen musste, als er Ende der sechziger Jahre unvorbereitet zwischen die Räder des Ost- und Westblocks gerät, und dabei vor allem ganz persönliche Entscheidungsprozesse durchmachen muss. Über die Bedeutung der Familie, über das Ertragen eines Schicksals in Angst vor Verfolgung, und letztendlich über die ganz persönliche Definition von Freiheit. Eine spannend aufgebaute und wechselweise fröhlich und melancholisch musikalisch untermalte Geschichte, die trotz einiger nicht unwichtiger Schwächen sowohl wichtig als auch unterhaltsam ist.
Von Hilde Ottschofski.
Foto: Movienet Film


Café SocietyCafé Society
"Das Leben ist eine Komödie, geschrieben von einem sadistischen Autor." Woody Allen selbst sagt dies in seinem Film "Café Society" als Off-Kommentator. Gemeint ist: Unglückliche Liebe kann brutal sein. Ein junger, unbedarfter Mann aus New York lernt im Hollywood der 1930er-Jahre eine Frau kennen, die Assistentin seines Onkels. Sie hat jemanden zum Partner, sagt sie. Sich verlieben ist verboten. Der junge Mann tut es trotzdem, was kann er auch dafür. Er erfährt nicht sofort, um wen es sich beim Partner handelt: um seinen mit einer anderen Frau verheirateten Onkel. Und die junge Frau? Verliebt sich zunächst in beide. Auch nach ihrer Entscheidung für einen der beiden ist das Feuer nicht erloschen.
Woody Allens 48. Regiearbeit inklusive Fernsehproduktionen erzählt ihre Geschichte zu althergebracht. Man kann sagen: Allen hat den Film mehr für sich selbst gedreht.
Von Michael Dlugosch.
Foto: 2016 Gravier Productions / Sabrina Lantos


Der Ost-KomplexDer Ost-Komplex
Der Stein muss weg. Darin sind sich alle Seiten einig. Nur darüber welcher Stein wird zu Beginn von Jochen Hicks Dokumentarfilm heftig gestritten. Dabei verliert man vom Kinosaal aus schnell den Überblick, wer sich jetzt gerade warum echauffiert und über welchen der beiden Gedenksteine. Letzte sind das "Denkmal der Sozialisten" und das "Denkmal der Opfer des Sozialismus", die für die Unvereinbarkeit der historischen Perspektiven auf die DDR-Vergangenheit stehen. Eine Antwort darauf, wer in der Berliner Stadtverwaltung die Idee hatte, die beiden Denkmäler einander direkt gegenüber aufzustellen, gibt Hicks Doku nicht. An Antworten scheint dem Regisseur generell nicht viel zu liegen. Lieber filmt er die streitenden Parteien mit spürbarer Schaulust. Die Zusammenstöße von Demonstranten unterschiedlicher Gruppierungen an den Denkmälern wiederholen sich alljährlich bei der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration. Da die Mehrheit allerdings jenseits der 60 ist, halten sich die Ausschreitungen in Grenzen. Also tun die Beteiligten vor der Kamera das, was niemand so gut kann wie alte Leute: Sie beschweren sich, früher sei alles besser gewesen. Früher meint unter dem Sozialismus, an den viele der Anwesenden mit Wehmut zurückdenken.
Von Lida Bach.
Ein Film der 66. Berlinale 2016, Sektion Panorama Dokumente
Foto: Jochen Hick / Galeria Alaska Prod.


Soy NeroSoy Nero
Das Identitätsbewusstsein, das Rafi Pitts dem Hauptcharakter seines existenzialistischen Dramas im Titel zuspricht, enthüllt sich in der kargen Szenerie als brüchiges Konstrukt. Die harsche Coming-of-Age-Story filtert durch das konzentrierte Auge der Kamera den Zynismus der amerikanischen Grenzpolitik heraus und zeigt den verzweifelten Kampf des Hauptcharakters (Johnny Ortiz) als aussichtslose Jagd innerhalb eines Teufelskreises.
In diesem perfiden System kann der junge Mexikaner Nero höchstens seine Position ändern, nicht jedoch ihm entkommen. Diese bittere Gewissheit zeigt nicht nur die Geschichte des illegalen Einwanderers, der für die amerikanische Staatsbürgerschaft in den Krieg zieht. Die elliptische Handlung vermittelt ein Gefühl von Unausweichlichkeit, die jede Entscheidung des Protagonisten im Grunde alternativlos scheinen lässt. Regisseur und Drehbuchautor Pitts ("Zeit des Zorns") teilt den Plot in zwei Akte, die fast zwei unterschiedliche Filme sein könnten.
Von Lida Bach.
Ein Wettbewerbsfilm der 66. Berlinale 2016
Foto: Berlinale


Was Männer sonst nicht zeigenWas Männer sonst nicht zeigen
Ein Dokumentarfilm, der schon vor sechseinhalb Jahren in den finnischen Kinos lief und eine beachtliche Karriere auf Filmfestivals gemacht hat, findet jetzt den Weg zu uns. In Skandinavien war er ein Publikumserfolg, handelt er doch von Menschen im der Finnen liebsten Aufenthaltsraum: der Sauna. Der Film spielt mit der wort- und sprichwörtlichen Selbstentblößung finnischer Männer. Diese sind normalerweise wortkarg, siehe die Filme der Kaurismäki-Brüder. In der Sauna öffnen sie sich und erzählen aus ihrem Leben. Der Film zieht aber nicht. Denn er bleibt keinem der Protagonisten lange treu, sondern zappt bald zur nächsten Sauna irgendwo anders und der nächsten nackten Personenkonstellation. Alle berichten darüber hinaus in monotoner Sprechweise von sich, was den Zuschauer langweilen kann. Auch die einzelnen Saunaräume sind nicht der Star des Films. Man sieht zu wenig von ihnen.
Von Michael Dlugosch.
Foto: temperclayfilm


Eine Geschichte von Liebe und FinsternisEine Geschichte von Liebe und Finsternis
Leider nur in Andeutungen von umwälzenden geschichtlichen Ereignissen, Gräueltaten, und der Analyse einer Depression bleibt das Regiedebüt von Natalie Portman stecken. Ein Film, der trotz vieler Schwächen eine durchgehend melancholische Stimmung gut aufrechterhalten kann. Und der seine Stärken aus der hervorragenden schauspielerischen Leistung der Hauptdarstellerin, der romantischen Optik, wie auch nicht zuletzt der - wenn auch nur ungenügend erklärten - zeitgeschichtlichen Authentizität schöpft.
Die junge dreiköpfige jüdische Familie Oz (Herkunftsfamilie des bekanntesten israelischen Schriftstellers Amos Oz) wandert 1945 nach Jerusalem aus und erlebt dort die labile Annäherung der Immigranten an einheimische Palästinenser, die sich in kleinen Schritten zum Konflikt und letztendlich zum Krieg entwickelt. Der Film setzt schon hier viel Wissen voraus, das zweifelsohne auch bei vielen - aber eben nicht von allen Zuschauern erwartet werden kann.
Von Hilde Ottschofski.
Foto: Ran Mendelson


Mapplethorpe: Look at the PicturesMapplethorpe: Look at the Pictures
Der Titel könnte kaum eine direktere Aufforderung sein. Ihr nachzukommen lohnt sich nicht dank der Fülle an teils unveröffentlichten Materials, das Fenton Bailey und Randy Barbato in ihrer Filmbiografie enthüllen. Die explizite, oft homoerotisch und sadomasochistisch gefärbte Fotografie Robert Mapplethorpes präsentiert sich dem Zuschauer nicht nur in ihrer Skandalwirkung, sondern ihrem kulturellen Einfluss und Ausdruck einer schillernden Persönlichkeit.
Er wollte es schaffen, heißt es von Mapplethorpe: ein herausragender Fotograf sein, nicht nur ein guter. Diese Mischung aus Ehrgeiz und Egozentrik kristallisiert sich in der klarsichtigen Dokumentation als eine seiner markantesten Eigenschaften heraus. Aufgewachsen in New York als Kind römisch-katholischer Eltern, begann Mapplethorpe ein Kunststudium am Pratt Institute in Brooklyn. In dieser Zeit begann auch die Freundschaft zu seiner engen Vertrauten Patti Smith, deren Album "Horses" eine von Mapplethorpes Fotografien von Smith ziert. Die komplexe Beziehung zu Rockmusikern ist nur eine von vielen, die Mapplethorpe zu schillernden Künstlern der Ära hatte.
Von Lida Bach.
Ein Film der 66. Berlinale 2016, Sektion Panorama Dokumente
Foto: Robert Mapplethorpe Foundation. Used by permission.


The Wounded AngelThe Wounded Angel
Mit seinem unerbittlichen Drama "Harmony Lessons" gewann Emir Baigazin vor drei Jahren im Wettbewerb der Berlinale den Preis für eine herausragende künstlerische Leistung. Nun kehrt der kasachische Regisseur mit "The Wounded Angel" zur Berlinale zurück. Die filmische Fortführung des Themas zerstörter Jugend befasst sich auf stilistisch ähnliche Weise mit dem Leben inmitten einer erodierenden Gesellschaft.
Der als Mittelstück einer epischen Trilogie angesetzte Film ist unterteilt in mit bedeutsamen Überschriften wie "Schicksal" betitelten Kapiteln. Sie erzählen in schwermütigen Langeinstellungen von vier Jugendlichen im Kasachstan der 90er Jahre. Dort, erklärt eine Titelkarte zu Beginn, wurde von der Regierung, um den bankrotten Staat zu retten, Abend für Abend der Strom abgedreht. Die staatlich verordnete Finsternis wird zur Metapher für die düstere Zukunft, die sich vor den Figuren auftut. Niemand entrinnt dem Kreislauf von wirtschaftlicher Repression, Kriminalität und Korruption.
Von Lida Bach.
Ein Film der 66. Berlinale 2016, Sektion Panorama Special
Foto: Berlinale


Die GeträumtenDie Geträumten
"Ich gehöre zu den Menschen, den altmodischen, die den Brief noch für ein Mittel des Umgangs halten, der schönsten und ergiebigsten eines." Es ist Rainer Maria Rilke, der hier so leidenschaftlich sein Plädoyer für das Medium Brief einleitet. Dass eine Korrespondenz per Brief auch im Whatsapp-Zeitalter noch das Interesse zweier junger Menschen zu wecken vermag, ist die Arbeitshypothese von Ruth Beckermann. Die österreichische Regisseurin lässt den Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan im Wechsel vom Schauspieler Laurence Rupp und der Musikerin Anja Plaschg lesen. Die Kamera ist als unaufdringlicher Begleiter dabei, erfasst ruhig, was geschieht - auch in den Pausen. "Die Geträumten" erweckt eine vergangene Liebe zum Leben, die vom Ringen um Worte zum Ausdruck des eigenen Inneren bestimmt ist. Gleichzeitig setzt er auf die transformative Kraft der Worte. Auf der diesjährigen Berlinale laufen einige Filme, die behaupten, sich mit Literaten und ihren Beziehungen, auch ihrem literarischen Schaffen zu befassen. Dieser hier tut es wirklich.
Von Jasmin Drescher.
Ein Film der 66. Berlinale 2016, Sektion Forum
Foto: Ruth Beckermann Filmproduktion


TrollsTrolls
Sie sind das Kuscheligste, was man sich vorstellen kann: weiche farbenfrohe Trolls mit ihrer fluffigen Haarpracht, die allerhand Kunststücke kann - ausfahren, sich überdimensionieren, als Dach oder Leine dienen und vieles mehr. Trolls sind fröhlich, lieben Parties, kuscheln was das Zeug hält, aber sie sind vor allem sehr klein. Das Volk der Riesen hingegen, der immer mies gelaunten "Bergen", hegt den Glauben, dass nur das Aufessen von Trolls sie glücklich machen kann. Für kleine Kinder unter den Zuschauern ist das schlimme "Kost" im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Trolls mit ihren schönen großen Augen sind praktisch wie bewegliche Kuscheltiere. Diese im Mund eines Bergen verschwinden zu sehen ist für kindliche Gemüter schwer - da hätten sich die Drehbuchautoren Jonathan Aibel und Glenn Berger (u.a. "Kung Fu Panda", "Alvin und die Chipmunks") auch etwas weniger Erschütterndes einfallen lassen können.
Von Hilde Ottschofski.
Foto: 2016 DreamWorks Animation LLC.


Findet DorieFindet Dorie
"Ich leide unter Gedätchnisverschwund" sagt Babyfisch-Dorie mit riesengroßen Kulleraugen - wer kann diesem Blick widerstehen? Schon als "Kind" ist Dorie hilflos, und dadurch gefährdet, aber sehr mitfühlend, freundlich und hilfsbereit. Das Sequel des erfolgreichen "Findet Nemo" ist weniger dramatisch, emotional weniger tiefgehend, aber sympathisch und bezaubernd wie sein Vorgänger. Dennoch fehlt die "Traumwelt" des Great Barrier Reef des ersten Teils, und das abenteuerliche Roadmovie-Feeling mit gefährlichen (Haien) und humorvollen (Hechtgruppe) Begegnungen, die konfliktbehaftete Begegnung mit Menschen sowie die innerliche Weiterentwicklung der Figuren - der Vater, der loslassen muss, um Vertrauen neu zu erlernen. Dories Geschichte der Suche nach ihren Eltern stellt neue Charaktere vor, sie ist witzig und auch rührend, aber sie hinterlässt keine großen Spuren.
Von Hilde Ottschofski.
Foto: The Walt Disney Company (Germany) GmbH


And-ek Ghes...And-ek Ghes...
"Eines schönen Tages..." bedeutet der Titel der experimentellen Mixtur aus Familienvideos und Laienschauspiel. Es ist ein Erstlingswerk für den Mann hinter der Kamera oder genauer gesagt: den Mann mit der Kamera in der Hand. Colorado Velcu filmt die Ankunft seiner rumänischen Familie in Berlin und die ersten Wochen in dem neuen Zuhause. Initiator des semi-dokumentarischen Projekts ist Filmemacher Philip Scheffner, der im Forum der diesjährigen Berlinale mit dem ebenfalls zwischen Fiktion und Reportage driftenden "Havarie" vertreten ist.
Scheffner, der auf der Berlinale 2012 mit seiner Doku "Revision" beeindruckte, fungiert hier offiziell ausschließlich als Produzent. Allerdings scheint die Familie Veclu zu glauben, sie solle nicht nur ihren Alltag dokumentieren, sondern nachgestellte Szenen im Stil einer Mockumentary drehen. Oder vielleicht sogar einen Amateurfilm? Das Resultat ist eine Art überlanges Heimvideo, bei dem man oft nicht weiß, wo der Spaß aufhört und der Ernst des Lebens anfängt.
Von Lida Bach.
Ein Film der 66. Berlinale 2016, Sektion Forum
Foto: Khaled Abdulwahed


Hedis HochzeitHedis Hochzeit
Wie der Hauptcharakter seiner allegorischen Kinoromanze drückt Regisseur Mohamed Ben Attia seine Intentionen lieber mit Bildern aus als mit Reden. Sogar seine Worte sind oft mehr Wortbilder, die unterstreichen, was die schlichte Handlung offenbar macht. Eines ist der Name des Protagonisten Hedi (Majd Mastoura), der zugleich seinen Seelenzustand und die filmische Atmosphäre beschreibt. Hedi bedeutet ruhig. Es meint sowohl die Ruhe vor dem Sturm der Gefühle, die den jungen Tunesier ergreifen werden, als auch die Ruhe nach dem Sturm der Revolution, die 2010/2011 das Land ergriff.
Das Ringen des wachgeküssten Protagonisten um und mit seiner persönlichen Freiheit wird zur Metapher für das Bestreben von Tunesiens junger Generation, sich ihre Selbstbestimmtheit und eigene Perspektiven zurückzuerobern. Es ist auch dramaturgisch ein Bild in simplen Zügen, aber dennoch ein ansehnliches.
Von Lida Bach.
Ein Wettbewerbsfilm der 66. Berlinale 2016
Foto: Frédéric Noirhomme/Nomadis Images/Les Films du Fleuve/Tanit Films


24 Wochen24 Wochen
Es sei nur Schicksal, sagt ein Kinderchirurg, mit dem Astrid (Julia Jentsch) spricht. Die starke Hauptfigur von Anne Zohra Berracheds nuanciertem Drama wird später ihrer kleinen Tochter Nele (Emilia Pieske) sagen: "Manchmal macht die Natur solche Sachen." Eine solche Sache ist das Leid, das bevorsteht, wenn Astrid ihr Baby austrägt: ihr selbst, ihrer Familie, vor allem aber dem schwerst behinderten Kind. Es sei denn, sie entschließt sich anders.
Mit der schmerzlichen Entscheidungsfindung befasst sich die Regisseurin in ihrem ebenso einfühlsamen wie informiertem Porträt. Dessen Zentrum ist die beeindruckende Julia Jentsch, die von Überschwang bis Verzweiflung alle Emotionen meistert. Ihre Figur ist weit entfernt von den Stereotypen um Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch in Betracht ziehen. Die Kabarettistin Astrid steht beruflich und privat fest im Leben. Sie ist das Gegenteil all der fiktionalen psychisch und sozial labilen Frauenfiguren, die abtreiben, weil sie liebesunfähig und lebensuntauglich sind.
Von Lida Bach.
Ein Wettbewerbsfilm der 66. Berlinale 2016
Foto: Friede Clausz


The Music of Strangers: Yo-Yo Ma and the Silk Road EnsembleThe Music of Strangers: Yo-Yo Ma and the Silk Road Ensemble
Beide haben zahlreiche Auszeichnungen eingeheimst und ihr neues Werk könnte ihnen noch mehr bringen. Die Zusammenarbeit des in Frankreich geborenen Cellisten Yo-Yo Ma und Dokumentarfilmer Morgan Neville aus L.A. ist für Musik- und Kinofans gleichermaßen spannend. Der Regisseur von "20 Feet from Stardom" macht die Entstehungsgeschichte eines außerordentlichen Ensembles zu einem Leinwanderlebnis.
"The Music of Strangers" beginnt als konventionelle Filmbiografie. Auf Archivmaterial sieht man unter anderem, wie Ma im Alter von nur sieben Jahren von Leonard Bernstein in einer TV-Sendung vorgestellt wird und dank seiner Hochbegabung die musikalische Welt im Sturm erobert. Doch sein Werdegang zu einem der größten Cellisten der Gegenwart ist nur der Auftakt zum eigentlichen Thema der Musik-Dokumentation. Die klassische Karriere war für Ma gerade aufgrund seiner natürlichen Begabung nie eine Herzensangelegenheit. Also suchte er nach einem Projekt mit dem Potential, das zu werden.
Von Lida Bach.
Ein Film der 66. Berlinale 2016, Sektion Berlinale Special Gala
Foto: Silk Road Project


Toni ErdmannToni Erdmann
Seit "Palermo Shooting" von Filmemacher Wim Wenders 2008 war kein deutscher Film im Wettbewerb von Cannes vertreten. Das französische Filmfestival holt sich nur das Beste vom Besten, so auch im Fall von "Toni Erdmann": Regisseurin Maren Ade gelingt ein tragikomisches Feuerwerk an packenden Einfällen, wenn ein sozial eingestellter Mann seine Tochter besucht und aus dem Sumpf neoliberaler Entfremdung herausholen will, indem er sich kurzerhand in ihr Leben einmischt. Publikum und Kritik sind fast einhellig begeistert. Zu recht.
Maren Ade schaffte es, ihre drei bisherigen Spielfilme in hochklassigen Filmfesten unterzubringen: "Der Wald vor lauter Bäumen" beim Sundance-Festival 2005 (Special Jury Award), "Alle Anderen" bei der Berlinale 2009 (Großer Preis der Jury), nun "Toni Erdmann" in Cannes 2016. Dessen Jury war der Film wohl zu lustig, er ging leer aus, abgesehen vom Fipresci-Preis, der Auszeichnung der Internationalen Filmkritik.
Von Michael Dlugosch.
Foto: Komplizen Film


Captain Fantastic - Einmal Wildnis und zurückCaptain Fantastic - Einmal Wildnis und zurück
Dieser zweite Spielfilm des Regisseurs Matt Ross (u.a. auch Schauspieler) setzt qualitativ höhere Maßstäbe für seine kommenden Werke. Wenn auch der missglückte Titel eher an einen Comic-Superhelden denken lässt, so steckt dahinter etwas völlig anderes: die Suche nach dem besten Lebensentwurf, nach Wahrheit, nach Offenheit in der Kindererziehung, nach dem Erhalt von Menschenrechten, nach Freiheit und Werten für das ganze Leben. Die Gegenüberstellung einer radikalen Lebensentscheidung des völligen Rückzugs aus der Zivilisation und Jahre später die Konfrontation mit der "schönen neuen Welt", die da draußen existiert, ist ein überwiegend unangenehmes Spiegelbild unserer heutigen Gesellschaft.
Nachdem Ben sich mit Frau und Kindern in der Wildnis des Pazifischen Nordwestens (nördlich von Kalifornien) für einen langjährigen Abschied von der Zivilisation entschied, investierte er alle seine körperlichen und geistigen Fähigkeiten, um seine zwei Töchter und vier Söhne im Felswände Erklimmen, Jagen, Wild Ausnehmen, Kochen oder Gärtnern zu unterrichten.
Von Hilde Ottschofski.
Foto: Universum Film


HavarieHavarie
Womöglich wollen der Dokumentarfilmer Philip Scheffner und die Berliner Autorin Merle Kröger dem Publikum mit ihrem zweigleisigen Projekt "Havarie" einen Eindruck davon geben, wie es sich anfühlt, verloren auf dem Mittelmeer zu treiben. Womöglich wollen sie etwas Elementares vermitteln über den Umgang mit flüchtenden Menschen, die gefangen sind zwischen Hoffnung und Verzweiflung, zwischen einem neuen Leben und dem Tod. Oder vielleicht ist alles einfach nur gutes Marketing.
Der Film entstand aus der gemeinsamen Recherche Scheffners und seiner Lebenspartnerin Kröger, deren Buch auf Platz Eins der KrimiZeit-Bestenliste steht. Neben dem Titel scheinen die beiden Werke allerdings vor allem gemein zu haben, dass etwas auf hoher See treibt. Im Buch sind es vier Schiffe, deren Reiserouten sich zufällig kreuzen. Jede Besatzung steht für eine spezielle Perspektive auf die Flüchtlingslage.
Von Lida Bach.
deutscher Kinostart: 26. Januar 2017
Ein Film der 66. Berlinale 2016, Sektion Forum
Foto: pong


Noma - My Perfect StormNoma - My Perfect Storm
"Essen ist alles", heißt es einmal in Pierre Deschamps' abendfüllender Lobeshymne auf das Kopenhagener Gourmet-Restaurant Noma. Solche Aussprüche klingen, als ob jemand zu oft "Die kleine Raupe Nimmersatt" gelesen hat und das Kinderbuch einen Tick zu ernst nahm. Doch der filmische Blick hinter die Kulissen des Weltspitzen-Lokals geht mit seiner Ideologisierung der Nahrung und ihrer Zubereitung noch weiter: "Essen ist eine Metapher dafür, wie wir mit der Welt interagieren."
Falls dies zutrifft, erschließt sich aus der Art und Weise, wie im Noma mit Essen umgegangen wird, kein schmeichelhafter Eindruck von dessen Chefkoch René Redzepi. Er serviert in seinem oft Monate im Voraus ausgebuchten Gourmet-Tempel zu schwindelerregenden Preisen Menüs, deren einzelne Gänge irgendwo zwischen einem Stück frisch eingesammelter Natur (lebendige Ameisen) und nordischer Hausmannskost liegen.
Von Lida Bach.
deutscher Kinostart: 9. Februar 2017
Ein Film der Sektion Kulinarisches Kino der 66. Berlinale 2016
Foto: Pierre Deschamps


The First, the LastThe First, the Last
Zwei gealterte Kopfgeldjäger auf der Jagd, zwei Kleinkriminelle auf der Flucht und dazu eine Gang von schmierigen Vorstadtschlägern. Ihre Wege kreuzen sich vor dem tristen Hintergrund grauer Landschaften, abbruchreifer Gebäude und Betonstraßen. Viel geredet wird nicht und der Soundtrack macht auf Spätwestern. Die Szenerie ist hässlich, die Charaktere noch mehr. So überrascht es kaum, dass Bouli Lanners' rauer Krimi kein sonderlich unterhaltsamer Anblick wird.
Die trockene Story um die Auftragskiller Cochise (Albert Dupontel) und Gilou (Bouli Lanners), die ein gestohlenes Handy wiederbeschaffen sollen, prahlt geradezu mit ihrer Ruppigkeit. Die starren Aufnahmen von Kameramann Jean-Paul de Zaeytijd erwecken den Eindruck, der Regisseur habe mehr Mühe in die Suche nach der idealen deprimierenden Location investiert, als in die Konstruktion der Handlung.
Von Lida Bach.
deutscher Kinostart: 11. Mai 2017
Ein Film der Sektion Panorama der 66. Berlinale 2016
Foto: Kris Dewitte



Neue Rezensionen (Fortsetzung)


Wonderwall - Welt voller Wunder
Nicht jeder Film kann als Meisterwerk in die Filmgeschichte eingehen, hat sich aber trotzdem seinen Platz im Filmkosmos verdient. "Wonderwall" kommt als flippiges Hippiefilmchen daher mit einem verblüffend simplen Plot, kann aber dafür kuriose Einfälle und eine wunderschöne Ausstattung in die Waagschale werfen. Im Hintergrund gibt es interessante Querverbindungen zu entdecken - hier trafen einige Künstler aufeinander, die maßgebend für die Popkultur der ausgehenden 60er Jahre waren.
Die schlichte Handlung ist schnell wiedergegeben: Ein zurückgezogen lebender Professor wird durch ein Loch in seiner Wohnzimmerwand auf seine hübsche Nachbarin aufmerksam. Model Penny lebt dort mit ihrem Freund zusammen. Beide führen ein Leben, wie man es sich im Swingin' London vorstellt: extravagante Wohnung und Kleidung inklusive Sex, Drugs and Rock'n'Roll. Diese neue farbenfrohe Welt auf der anderen Seite der Mauer zieht den Professor in ihren Bann, wird zu seinem Lebensmittelpunkt und beflügelt zunehmend seine Fantasie. Zuletzt wird er Zeuge, wie die Beziehung der jungen Frau in die Brüche geht, und wird zu ihrem Retter, als sie einen Selbstmordversuch unternimmt.
Von Jessica Ridders.

Effi Briest (2009)
"Effi Briest", Theodor Fontanes bekanntester Roman, 1894 bis 1896 erschienen, handelt von unglücklicher Ehe und glücklicher, aber zweifach tödlicher Affäre. Fontane kritisierte in "Effi Briest" die Ehen aus Konvention zu seiner Zeit und warnt junge Frauen vor dem Fehler, nicht aus Liebe, sondern wegen Geld und Ansehen zu heiraten. Im Roman sind alle Sympathien des Dichters bei Effi, auch wenn sie am Ende tot ist. In der Verfilmung von 2009 lässt Regisseurin Hermine Huntgeburth die Heldin nicht sterben, sondern diese emanzipiert sich, als die Scheidung durch ist und auch das gemeinsame Kind an den Ex-Gatten verloren. Eine erfrischende Neuinterpretation von Fontane? Mitnichten. Das neue Ende kommt zu kurz, Huntgeburth fügt ein paar Sexszenen hinzu, die nicht zum konservativen Habitus des Films passen, und in der Liebe Effis zu Major Crampas pilchert es gewaltig. Man sehnt sich nach Rainer Werner Fassbinders Version des Stoffes zurück.
Von Michael Dlugosch.

Desierto
Ein Pritschenwagen mit Ladeaufbau sitzt fest in der Wüste. Motorschaden. Im Transporter zusammengepfercht Menschen: Mexikaner, die darauf hoffen, in die USA geschleust zu werden. Einer von ihnen, Moises, ist Mechaniker. Er kann das Problem benennen, den Motor wieder zum Laufen bringen kann er nicht. So bleibt, um die Grenze zu überqueren, nur der beschwerliche Fußmarsch durch die Wüste.
Die Schlepper nehmen keine Rücksicht auf die Schwächeren; eine kleine Gruppe müht sich vergebens, zum Hauptfeld aufzuschließen. Dann fallen Schüsse. Die Nachzügler sehen, wie die Hauptgruppe aus dem Hinterhalt niedergeschossen wird. Als der Täter die Zeugen bemerkt, setzt er alles daran, auch sie zu töten.
Von Marcus Gebelein.

Birnenkuchen mit Lavendel
Das "Asperger-Syndrom" ist eine autistische Entwicklungsstörung, die mit einem eingeschränkten Einfühlungsvermögen, mangelhafter sozialer Kompetenz und oft ungewöhnlichen Sonderinteressen einhergeht. Hinsichtlich Sprachentwicklung und Intelligenz sind Menschen mit Asperger-Syndrom aber im Allgemeinen "normal". Pierre (Benjamin Lavernhe, Mitglied der Comédie Française) ist ein Mensch, der an dieser "Behinderung" leidet. Das heißt: Er leidet gar nicht, sondern führt ein fast normales Leben, das durchaus in Harmonie mit seiner Umwelt verläuft.
Alles beginnt damit, dass Pierre unaufmerksam vor das Auto der hübschen und sympathischen Landwirtin Louise (Virginie Efira) läuft und leicht verletzt wird. Louise nimmt ihn mit zu sich nach Hause. Sie wohnt mit ihrem lebensfrohen Sohn Felix (Léo Lorléac'h) und ihrer pubertierenden Tochter Emma (Lucie Fagedet) in einem Landhaus.
Von Manfred Lauffs.

Alice in den Städten
Das klassische Road Movie von Regisseur Wim Wenders, im Sommer 1973 gedreht, umkreist Orientierungs- und Heimatlosigkeit, Sehnsucht und Wünsche, die vielleicht in Erfüllung gehen - vielleicht auch nicht. Ein deutscher Journalist, Philip Winter (Rüdiger Vogler), hält sich für eine Reportage in den USA auf. Er ist Einzelgänger, der eine Schreibblockade hat. Wie zwanghaft macht er stattdessen Polaroid-Fotos von allen möglichen Gegenständen, die er sieht. Personen bildet er nicht ab, er hat das Gefühl für Mitmenschen ebenso verloren wie für seine Texte. Beides wird sich zum Schluss des Films ändern, nachdem Philip väterliche Gefühle entwickelt: Ein Mädchen, Alice (Yella Rottländer), läuft ihm über den Weg. Philip ist gezwungen, sich um die Kleine zu kümmern.
Von Michael Dlugosch.

Man lernt nie aus
Der 70-jährige verwitwete Rentner Ben Whittaker (Robert De Niro) fühlt sich noch rüstig und fit und ist mit seinem Leben im Ruhestand unzufrieden. Einige Hobbys hat er ausprobiert, aber die erfüllten ihn nicht. So sucht er nach einer sinnvollen Tätigkeit und bewirbt sich (ganz professionell mit einem Video!) als Senior-Praktikant bei einer New Yorker Mode-Website, einer modernen Firma, die von der jungen Gründerin Jules Ostin (Anne Hathaway) geleitet wird. Zunächst nehmen die Kolleginnen und Kollegen den Neuzugang nicht besonders ernst, aber er findet schnell Anklang, weil er charmant, fröhlich und hilfsbereit ist. Jules, die sich als Geschäftsführerin oft überfordert fühlt, empfindet Ben immer mehr als väterlichen Freund, als Stütze, als jemand, der sie in ihrem Stress entlastet.
Von Manfred Lauffs.

Bach in Brazil
Damit hat der ehemalige Musiklehrer Marten Brückling (Edgar Selge) nicht gerechnet: Sein Jugendfreund, der vor Jahren nach Brasilien ausgewandert war, hat ihm ein wertvolles Notenblatt vererbt, eine Abschrift, persönlich von Johann Sebastian Bachs Sohn, Johann Christian Bach, angefertigt! Es ist das berühmte Arioso BWV (Bach-Werke-Verzeichnis) 1056. Die Bedingung allerdings lautet, dass Marten persönlich nach Brasilien kommen muss, um das Erbe in Empfang zu nehmen. Dazu hat er überhaupt keine Lust, aber seine ehemalige Kollegin Marianne (Franziska Walser) überredet ihn zu dem Flug, und er landet nach einer in hübscher Zeichentrickmanier dargestellten Reise in Ouro Preto in den brasilianischen Bergen. Leider wird er kurz vor der Rückreise überfallen und beraubt: Alle seine Papiere und das wertvolle Notenblatt sind weg! Als er im Krankenhaus aufwacht, bietet ihm jemand Hilfe an.
Von Manfred Lauffs.

 



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Zitat

"Life is like a B-picture script! It is that corny. If I had my life story offered to me to film, I'd turn it down."

("Das Leben ist wie das Drehbuch zu einem B-Movie! Es ist so abgedroschen. Wenn man mir meine Lebensgeschichte für einen Film angeboten hätte, hätte ich sie abgelehnt.")

Schauspieler Kirk Douglas, 100. Geburtstag am 09.12.2016

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