Regisseur Roman Polanski ("Ekel", "Rosemaries Baby", "Die neun Pforten")
kehrt in "Der Pianist" in seine alte Heimat Polen zurück.
Warschau in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts:
Die jüdische Familie Szpilman erlebt den Einmarsch der Nazis, ahnt
aber noch nicht, was dem bald folgen wird. Einer der Söhne der Familie,
Wladyslaw, genannt Wladek (Adrien Brody), wird im Gegensatz zu seiner Familie
davor bewahrt, in ein Vernichtungslager deportiert zu werden, da er gerade
dabei ist, ein bedeutender Pianist zu werden. Es folgt eine vom polnischen
Widerstand organisierte Odyssee durch das zerstörte Warschau. Ein
deutscher Offizier (Thomas Kretschmann) entdeckt ihn schließlich,
riskiert es aber, den Juden nicht an seine Landsleute auszuliefern...
Basierend auf der Bestseller-Autobiographie "Das wunderbare Überleben"
des erst im Jahr 2000 im Alter von 88 Jahren verstorbenen Konzertpianisten
und Komponisten Wladyslaw Szpilman.
Roman Polanskis "Der Pianist" wurde mit der Goldenen Palme der Filmfestspiele
von Cannes 2002 ausgezeichnet.
Filmdaten
Filmtitel: Der
Pianist
Originaltitel: The Pianist (Frankreich / Deutschland / Polen
/ GB 2002)
Titel für den französischsprachigen Markt: Le Pianiste Darsteller: Adrien Brody (Wladyslaw Szpilman), Thomas Kretschmann
(Wilm Hosenfeld), Frank Finlay (Vater), Maureen Lipman (Mutter), Emilia
Fox (Dorota), Ed Stoppard (Henryk), Julia Ravner (Regina), Jessica Kate
Meyer (Halina), Ruth Platt (Janina), Katarzyna Figura (Kittie), Nina Franoszek
(polnische Frau) u.a.; Regie: Roman Polanski;
Drehbuch: Ronald
Harwood;
Länge: 149 Minuten; FSK: ab 12 Jahren; ein
Film im Verleih von Tobis
Studiocanal; Film-Homepage:http://www.derpianist-derfilm.de
"Kino muß ein Erlebnis sein, über das man sich aufregt - positiv oder negativ. Und wenn in einem Erlebnis, sagen wir wie 'Natural Born Killers', 80 Minuten nur geschrien und gemordet wird, dann ist das legitim. ... Die Probleme mit der Gewalt beginnen immer erst, wenn die Menschen über das Phänomen nicht aufgeklärt werden, wenn man ihnen verweigert, darüber nachzudenken, und sie tabuisiert."
Film- und Theaterregisseur Christoph Schlingensief (24.10.1960 - 21.08.2010) [DER SPIEGEL 8 /1995]